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Pianoklänge von Gee Hye Lee
Im zarten Alter von drei beginnt Gee Hye Lee, Unterricht zu nehmen, klassisches Klavier, in Seoul / Korea. Sie erhält diverse Auszeichnungen, und alles sieht nach einer Karriere als klassische Pianistin aus. Doch als Gee Hye zu ihrem 16. Geburtstag "Kind Of Blue" geschenkt bekommt, will sie nur noch eines: Jazz machen! "Jazz bedeutet für mich Freiheit," sagt Gee Hye. "Ich kann mich darin ausdrücken, im Spiel entdecke ich immer neue Seiten an mir. Jazz macht mich glücklich."
Das überträgt sich auf ihre Zuhörer: "Brillant sind ihre Läufe, ihr rhythmischer Feinsinn akzentuiert dezente Struktur in warmer Sinnlichkeit", schwärmt die Oberbadische Zeitung von Gee Hyes Spiel. Die Zeitschrift Audio befindet: "Pianistin Gee Hye Lee kreiert Tonreihen wie Perlketten im Wechsel mit brütenden Klängen." "Ihre Interpretationen scheinen sich in einem stetigen, oft reißenden Fluss zu befinden, dicht, gedrängt, wieder loslassend", schreibt die Heilbronner Zeitung.
Aber der Reihe nach. Auf den Wechsel vom klassischen Fach zum Jazz folgt 1996 der Wechsel von Seoul nach Stuttgart. Hier nimmt Gee Hye Unterricht bei Paul Schwarz und schließt 2003 ihr Diplom mit Auszeichnung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart ab. Im gleichen Jahr erhält sie ein Stipendium am Berklee College of Music in Boston. Zurück in Stuttgart gewinnt Gee Hye das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 2005. Seit 2005 ist sie Dozentin an der städtischen Musikschule und am Pop College, Fellbach. Während ihrer gesamten akademischen Laufbahn ist sie in verschiedene Jazz-, HipHop- und Soul-Formationen eingebunden. Dabei entwickelt Gee Hye ihren eigenen Stil am Flügel und Fender-Rhodes, sie gibt ungezählte Konzerte, unter anderem auf den Jazztagen 2004/05 im Theaterhaus Stuttgart. Stets hinterlässt sie einen bleibenden Eindruck. Wer sie derzeit live erleben möchte, geht in Stuttgart montags in "Die Kiste".
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gee hye lee / pianistin
 photo by Daniel Weisser |