Dank HTMX ohne nodejs zum Java-Backend-lastigen Frontend
Abstract
Thu 16:40 - 17:25 Uhr | 2026
Wir haben als neues Team von mehreren anderen Teams diverse Microservices rund um die Breuninger Card (unser Breuninger-eigenes Zahlungsmittel) übernommen. Die Services waren mit unterschiedlichen Technologien umgesetzt – insbesondere im Frontend Stack. Als Engineers mit Backend-Fokus waren wir überfordert von der Masse an Technologien und stellten uns bei der Lösungsfindung eine Reihe von sozio-technischen Fragen: Staffen wir das Team anders? Lernen wir die verschiedenen Technologien? Harmonisieren wir die Technologien? Passen wir das Frontend an unsere Stärken an?
Unsere Antwort: Wir setzen so viel wir können auf unser Java-Backend und lernen nur soviel Frontend wie nötig!
Dabei stellt HTMX die Schlüsseltechnologie dar: Eine JS Library, mit der wir einen AJAX-Request an das Backend schicken können, dort per Server-Side-Rendering ein Partial erzeugen, welches HTMX im DOM integriert. Dadurch reicht uns Vanilla JS gegenüber TypeScript. Wir nutzen keine CSS-Pre-Processors mehr. Das Fingerprinting der static assets übernimmt Spring dynamisch. Dependencies binden wir über WebJars ein. Das Bauen erledigt Gradle statt einer Frontend Pipeline.
Wir wollen euch auf unsere Reise mitnehmen: Neben der Lösung wollen wir aufzeigen, wie wir das Refactoring über 4 Monate organisiert haben, welche Probleme uns begegnet sind und welche Aspekte aus unserer Sicht dazu geführt haben, dass wir jetzt ein Frontend haben mit dem wir Backendler uns wohl fühlen.
Lernziele:
HTMX
Spring’s VersionResourceResolver
WebJars
importmaps
Hilfreich (aber nicht notwendig) sind Vorkenntnisse in:
Spring Web MVC
Thymeleaf

Sebastian Sprenger
Aktuell arbeitet Seb als Staff Software Engineer bei Breuninger. Zusammen mit seinem Team entwickelt, testet und betreibt er diverse Microservices inkl. Frontend, Backend und Infrastruktur. Das Team denkt ebenso an cross cutting concerns wie Architektur, Performance, Security und Data-Products im DataMesh.
In früheren Positionen konnte Seb umfassende Erfahrungen in unterschiedlichen Rollen sammeln, darunter als Software Engineer, Scrum Master, Product Owner, Solution Architect, Enterprise Architect und Engineering Manager. Diese vielseitige Reise hat ihm ein breites Spektrum an Kompetenzen und wertvollen Einblicken verschafft.
Obwohl Seb sich selbst als Generalist beschreibt, liegt seine größte Leidenschaft in der Arbeit mit Java, im Bereich Backend und in der Gestaltung von Softwarearchitekturen.

Felix Seidel
Felix ist als Agile Software Engineer bei andrena objects tätig und beschäftigt sich hier vor allem mit Refactorings und Testautomatisierung. In der Vergangenheit hat er bei der Automatisierung von On-Premise-Infrastruktur unterstützt und dabei mehrere Teams bei der erfolgreichen Einführung agiler Methoden und Testautomatisierung begleitet.
Seine technische Neugier führt ihn regelmäßig in neue Bereiche der Softwareentwicklung – von DevOps-Praktiken bis hin zur Bioinformatik, wo er die Anwendung von Software-Engineering-Prinzipien in völlig anderen Domänen erforscht.