Entkopplung durch Events: Event-Driven Architecture konsequent zu Ende gedacht
Abstract
Thu 12:15 - 13:00 Uhr | 2026
Events sind das mächtigste Werkzeug zur Entkopplung verteilter Systeme – doch warum hört diese Konsequenz eigentlich immer an der Grenze der einzelnen (Micro-)Services auf?
Während Event-Driven Architecture (EDA) auf Systemebene längst als Best Practice gilt, werden die inneren Strukturen einzelner Services nach wie vor häufig synchron und eng gekoppelt umgesetzt. Durch den gezielten Einsatz von Events entstehen dieselben Vorteile auch im Kleinen: lose Kopplung, hohe Resilienz und echte Unabhängigkeit – nicht nur zwischen Teams und Services, sondern auch zwischen den fachlichen Bausteinen innerhalb einer Komponente.
Dieser Vortrag zeigt, wie Events als zentrales Entkopplungsmuster durchgängig – von der Makro- bis zur Mikroarchitektur – eingesetzt werden können, um architektonische Homogenität auf allen Ebenen zu erreichen. Dabei wird auch geklärt, wie sich Events auf den jeweiligen Architekturebenen voneinander unterscheiden und warum Kafka zum Beispiel kein guter Event-Store ist. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie durch event-getriebene Strukturen innerhalb eines Services die Testbarkeit und Wartbarkeit spürbar steigen, ohne zusätzliche Komplexität einzuführen. Das Ergebnis ist eine Implementierung, die nicht nur technisch sauber, sondern auch für den Fachbereich nachvollziehbar und verständlich bleibt.
Nicolai Mainiero ist Diplom-Informatiker und arbeitet als Principal Consultant bei der Digital Frontiers GmbH. Er entwickelt seit über 19 Jahren Geschäftsanwendungen in Java und Kotlin für unterschiedlichste Kundenprojekte. Dabei setzt er vor allem auf agile Methoden wie Kanban. Außerdem interessiert er sich für funktionale Programmierung, Microservices und reaktive Anwendungen.
