Von OAuth zu Verifiable Credentials
Abstract
Thu 16:40 - 17:25 Uhr | 2026
Die EU führt mit eIDAS 2.0 eine neue digitale Identitätsinfrastruktur ein: die European Digital Identity Wallet (EUDI Wallet). Ab 2026 muss jeder EU-Mitgliedstaat mindestens eine Wallet bereitstellen, und ab 2027 werden zahlreiche öffentliche sowie wichtige private Dienste verpflichtet sein, diese zu akzeptieren.
Für Softwarearchitekten und Entwickler bedeutet das einen Paradigmenwechsel: Statt klassischer Identity Provider und Login-Flows mit OAuth und OpenID Connect entstehen Architekturen rund um Verifiable Credentials, Wallets und das Issuer-Holder-Verifier Modell.
In diesem Vortrag erhalten Entwickler und Architekten eine technische Einführung in die Architektur der EU Digital Identity Wallet und die zugehörigen Standards.
Wir übersetzen dabei die komplexe Welt von eIDAS 2.0 und EUDI Wallets in konkrete Architektur-Patterns.
Wir betrachten insbesondere:
– Die Konzepte von Self-Sovereign Identities, Verifiable Credentials und dem Issuer-Holder-Verifier Modell
– Die Referenzarchitektur der EU Wallets
– OpenID for Verifiable Credential Issuance (OID4VCI)
– OpenID for Verifiable Presentations (OID4VP)
– Selective Disclosure mit SD-JWT
– Integrationsmuster für Anwendungen als Credential Issuer oder Verifier
Anhand beispielhafter Use Cases wird in einer Live-Demo gezeigt, wie Anwendungen als Credential Issuer oder Verifier integriert werden können und welche Rolle OpenID4VC, SD-JWT und Selective Disclosure dabei spielen.
Teilnehmer erhalten damit ein klares Verständnis der neuen Architektur, der relevanten Standards und der praktischen Integrationsmöglichkeiten.
Andreas Falk ist Consultant und Solution Architekt mit Fokus auf moderne Identity & Access Management und Cloud Security Lösungen.
Er beschäftigt sich intensiv mit der europäischen digitalen Identität (EUDI Wallet, eIDAS 2.0, Verifiable Credentials) sowie mit modernen Identity-Standards wie OAuth 2.1, OpenID Connect und OpenID4VC.
Als langjähriger Entwickler und Architekt verbindet er strategische Identity-Themen mit praktischer Softwareentwicklung und zeigt, wie sich neue Standards in reale Anwendungen integrieren lassen.
